Beiträge

Transformation oder Revolution?

Der folgende Beitrag ist eine Replik von unserer Seite auf den Beitrag „Von Corona zum Kommunismus“ von Almut. Er ist damit auch der dritte Beitrag in unserer kleinen Reihe zur Diskussion über Alternativen zum Kapitalismus und wie wir dahin kommen. *** In Deutschland scheint die Hoffnung, im Zuge der Corona-Krise und der wirtschaftlichen Verheerungen in …

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Hotel in Minneapolis für Obdachlose besetzt

Die Ermordung George Floyds durch den Polizisten Derek Chauvin hat zur heftigsten Revolte seit Jahrzehnten in den USA geführt. In hunderten Städten kam es zu Massendemonstrationen, Riots und Plünderungen. „I can‘t breathe“ hallt seitdem wie ein Schlachtruf durch die Straßen von Minneapolis, Los Angeles und New York. Es waren die letzten Worte des Afro-Amerikaners Goerge …

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Was heißt hier „Transformation“?! Von Corona in den Kommunismus – Versuchen wir es

In der Krise treten die Widersprüche der kapitalistischen Gesellschaft offener als sonst zu Tage – so auch gegenwärtig. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, die Diskussion über Alternativen zum Kapitalismus und den Weg dorthin zu vertiefen. Vor zwei Wochen veröffentlichten wir unseren ersten Beitrag. Hier folgt nun der zweite, der uns vor ein paar Wochen …

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Die Grundschule in Zeiten sozialer Isolation – Gedanken zum Spagat zwischen leeren und vollen Klassenzimmern

Nach der weitgehenden Schließung der Schulen und Kitas Mitte März entbrannte schon bald ein erbittert geführter Streit um die Frage der schrittweisen Wiederöffnung der Schulen. Sollte man aufgrund des Ansteckungsrisikos weiter auf Home-Schooling setzen oder war die Schließung der Schulen insbesondere für Familien nicht mehr länger tragbar? Viele meldeten sich bei dieser Diskussion zu Wort, …

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«Es führt nichts am Kampf in der proletarischen Realität vorbei» – Das Corona-Solifon im Interview

Mit Beginn der Coronakrise sind in der ganzen Schweiz zahlreiche Initiativen zur gegenseitigen Unterstützung entstanden. Einige davon haben einen explizit politischen Charakter. Ein Zusammenschluss von Basisgruppen betreibt das Corona-Solifon und hilft Menschen, die Probleme an ihrem Arbeitsplatz haben. Das Magazin Ajour führte ein Interview mit der Solifon-Crew, in dem diese berichten , wie’s läuft und …

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„Wir sind auf uns selbst zurückgeworfen.“ – Wilder Streik in Brüssel gegen die Rückkehr zum Normalbetrieb

Am 11. und 12. Mai 2020 sind große Teile der Busfahrer*innen (ca. 80%) und der Tramfahrer*innen (ca. 50%) der Brüsseler Verkehrsbetriebe in einen wilden Streik getreten, nachdem die Gewerkschaft hinter ihrem Rücken einer Wiederaufnahme der normalen Fahrpläne zugestimmt hatte. Bei dem Streik haben sich die Arbeiter*innen zum ersten Mal auf das „Droit de retrait“ (Recht …

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Pandemie, allgemeine Warenproduktion und Kommunismus

Bisher haben wir auf dem Blog vor allem über gegenwärtige Klassenauseinandersetzungen, feministische Kämpfe und solidarische Initiativen berichtet – und wollen das auch weiterhin tun. Zumal wir davon ausgehen, dass die sozialen Verheerungen in den kommenden Monaten noch zunehmen werden. Nicht nur werden die unzähligen Milliarden, mit der sich die Staaten gerade verschulden, um die kapitalistische …

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Feministische Praxis unter der Pandemie – das Private bleibt politisch

Wir dokumentieren einen Beitrag des Wir dokumentieren einen Beitrag der Gruppe MoRA – MitordentlicherRadikalität aus Leipzig. Sie ist Teil des Arbeitskreises Gender&Corona, der sich angesichts zunehmender häuslicher und genderbasierter Gewalt unter der COVID19-Pandemie formiert hat. Der AK Gender&Corona ruft am 16.05.2020 zu einem Aktionstag gegen sexualisierte und häusliche Gewalt und Femizide im Leipziger Auwald auf, …

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Interview: “Für viele Frauen im Irak ist die Quarantäne schon lange Lebensrealität”

Im Oktober 2019 brachen im Irak landesweit Proteste aus, die rasch in Platzbesetzungen u.a. in Bagdad, al Nasiriya, al Basra und Nadschaf City übergingen und die nach wie vor bestehen. Die Protestierenden fordern die Säkularisierung des konfessionalistischen Systems im Irak und bessere Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Sie erzwangen unmittelbar den Rücktritt des Ministerpräsidenten Adel Abdel Mahdi …

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COVID19 und die Platzbesetzungen in Bagdad – Forderungen der Workers against Sectarianism

Im Oktober 2019 brachen im gesamten Irak Aufstände aus, die bis heute ohne Unterbrechung andauern. Die Protestierenden haben u.a. in Bagdad, al Nasiriyah, al Basra und vielen anderen Städten zentrale Plätze besetzt und demonstrieren regelmäßig. Sie fordern die Säkularisierung des irakischen Staates und bessere Lebens- und Arbeitsverhältnisse. Bisher reagierte die Regierung mit gewaltsamer Repression, der …

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Verhindern wir die Corona-Katastrophe in den Altenheimen – der Staat kann und will es nicht!

Mit ihren Social Distancing-Maßnahmen verfolgt die deutsche Regierung in der Covid19-Pandemie zwei Ziele: erstens eine drastische Verlangsamung des Infektionsgeschehens („flatten the curve“), um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, zweitens den Schutz sogenannter „Risikogruppen“ vor einer Ansteckung. Mit Hinblick auf die gegenwärtige Situation in Alten- und Pflegeeinrichtungen müssen wir feststellen, dass die staatliche Politik an diesem …

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Transnationales Feministisches Manifest

„Wir werden nicht zur Normalität zurückkehren, denn die Normalität war das Problem“ In einem „transnationalen feministischen Manifest“ machen Initiativen aus einem guten Dutzend Länder nicht nur deutlich, wie die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung Frauen ganz besonders treffen. Sie betonen auch, dass deren Kämpfe, die in den vergangenen Jahren in vielen Ländern erheblichen …

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Wurfpost: Braucht es einen Mietstreik?

Im Folgenden dokumentieren wir einen Text aus der ‚Corona Wurfpost No1‘ – eine Flugschrift, die mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren erschienen ist und momentan bereits in der zweiten Ausgabe in den Berliner Bezirken Neukölln und Kreuzberg verteilt wird. Steigende Mieten und die Knappheit an Wohnraum waren die bestimmenden Themen der letzten Jahre. Trotz großer …

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Mietstreik in Spanien

Das Ziel ist es, die Mieten auszusetzen, solange die Ausgangssperre in Kraft ist. Seit dem 14. März hat die spanische Regierung den „Estado de alarma“ ausgerufen. Im ganzen Land herrschen restriktive Ausgangssperren, Madrid, Teile von Barcelona und bestimmte Regionen wurden wegen hoher Infektionszahlen über mehrere Wochen zu Sperrgebieten erklärt und unter Quarantäne gestellt. Spaniens Ökonomie …

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Am 1. Mai auf die Straße

Das Recht auf Versammlungsfreiheit wurde mit dem Lockdown gekappt. Trotz Lockerungen ist die Anmeldung von Kundgebungen immernoch mit erheblichen Hürden und Restriktionen verbunden, während zugleich in den Produktionsstätten dicht an dicht weiter geschuftet wird. Gut, wenn sich gegen diese Schieflage Widerstand regt. Wir dokumentieren hier den erfrischenden Aufruf der Berliner Aktion gegen Arbeitgeberunrecht zur 1.-Mai–Kundgebung, …

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Corona in den Schlachthöfen

Seit März hören wir immer wieder: Menschen aus verschiedenen Haushalten dürfen sich nur noch zu zweit treffen. Rausgehen darf man nur noch für Spaziergänge, zum Einkaufen und für die Arbeit. Das kurze Wörtchen „Arbeit“ steht ganz arglos in diesen Aufzählungen. Im März bekamen die Leute bei der Vorstellung frivoler Corona-Partys Schnappatmung, Anfang April ereiferte man …

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Coronavirus: Einordnung und politische Bilanz

Wir dokumentieren einen Text der französischen Gruppe Agitations, den wir übersetzt haben. In ihm versuchten unsere GenossInnen im März, angesichts der zunehmenden Ausbreitung von COVID19 in Westeuropa, eine erste Einordnung und politische Bilanzierung des Geschehens. Sie beginnen mit einer allgemeinen Analyse des Zusammenhangs zwischen der Entstehung von Pandemien und der kapitalistischen Produktionsweise – vor allem …

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Die Aktionen der indischen ArbeiterInnen während der Rezessions-Pandemie

In Reaktion auf die Ausbreitung von Covid-19 hat die indische Regierung einen weitreichenden Lockdown des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens veranlasst. Für viele indische ArbeiterInnen hat dies katastrophale Folgen, da sie weder einen formalen Arbeitsvertrag und damit Anrecht auf staatliche Unterstützung haben noch auf Erspartes zurückgreifen können. Besonders gravierend ist die Situation vieler WanderarbeiterInnen, die jetzt …

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Offener Brief: Obdachlosen- und Drogenhilfe FFM

Der folgende Beitrag ist ein offener Brief von Beschäftigten in der Frankfurter Obdachlosen- und Drogenhilfe an die KollegInnen. Die AutorInnen richten sich gegen den miserablen Umgang der Einrichtungen sowohl gegenüber den Beschäftigten als auch gegenüber den KlientInnen: Mangelnder Schutz und hohe Arbeitsbelastung auf Seiten der Beschäftigen, keine Unterbringung und mangelnde medizinische Versorgung auf der Seite …

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Inicjatywa Pracownicza: Perspektiven des Klassenkampfes in Polen zu Zeiten der Pandemie

Die COVID-19-Pandemie breitet sich auch im östlichen Nachbarland Polen aus. Dort versucht die rechtspopulistische PiS-Regierung der Krise Herr zu werden. Doch gegen deren Krisenlösungsstrategie auf dem Rücken der Arbeiter*innen wehrt sich die Basisgewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP, zu Deutsch: Arbeiterinitiative). Ihre Kritik hat die Gewerkschaft in einem Positionspapier formuliert, das dem Interview unten angefügt ist. Um …

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Kindheit in der Pandemie ist kein Kinderspiel

Über Kinder wird gerade viel gesprochen. Besonders leiden sie angeblich darunter, dass sie nicht in die Schule können. Das sagt viel über die sonstigen Umstände aus, in denen sie leben: Die Isolation der Kleinfamilie führt unter den Bedingungen der Kontaktsperre und der Schulschließungen dazu, dass die Kinder in der Quarantäne ganz auf den täglichen Wahnsinn …

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24h-Pflege und Corona: Arbeiterinnen sitzen fest

In Österreich arbeiten über 80.000 Personen in der 24h-Betreuung, fast alle sind Frauen. Sie betreuen vor allem alte Menschen in deren Zuhause. Im Jahr 2018 waren unter den Betreuerinnen nur 96 mit österreichischem Pass. Fast alle Personenbetreuer*innen reisen für diese Arbeit aus osteuropäischen Ländern an, die Hälfte von ihnen aus Rumänien. In einer Verschärfung der …

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„Essen von McDonald’s zu liefern ist gesellschaftlich nicht unbedingt notwendig.“ – In Marseille beschlagnahmen Beschäftigte ihre McDonald’s-Filiale für die Versorgung der Nachbarschaft

Beschäftigte einer McDonald’s Filiale in Marseille haben ihr Restaurant auf eigene Faust in eine Verteilstation für Lebensmittelpakete umgewandelt. Diese werden an Einwohner*innen der nördlichen Stadtteile Marseilles verteilt, die seit Beginn der Ausgangssperre noch stärker von Armut betroffen sind. Das Unternehmen, das zurzeit viele Filialen ungeachtet des Risikos für die Beschäftigten wieder aufmacht, versucht, die Aktion …

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Guayaquil, ‚Kolonial‘-Virus

„Auf den Wegen liegen Leichen – sterbende Körper, die auf den Straßen ihrem Schicksal überlassen werden… Dies ist eine der Folgen der Ankunft von COVID-19 in Guayaquil. Wir analysieren den kolonialistischen Hintergrund der humanitären Katastrophe, die sich in der ecuadorianischen Stadt abspielt.„ Dieser Text von Mafe Moscoso Rosero über die Folgen der Pandemie in Ecuador …

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Radio: Arbeitsteilung und Pandemie

Zur Sendung: https://www.a-radio.net/2020/3737 Die Sendung wirft einen Blick auf gesellschaftliche Arbeitsteilung in Zeiten der Corona-Krise aus feministischer Perspektive. Anhand von Schlagwörtern wie „Systemrelevanz“, „Home-Office“ und „Risikogruppe“ geht es in dem Beitrag um Formen von Arbeit, die genauso relevant wie unterbezahlt und abgewertet sind. Es geht außerdem um notwendige soziale Tätigkeiten, die nun zurück ins vermeintlich Private …

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»Leben gegen Leben« – Kritik von Ability Watch an fachgesellschaftlichen Behandlungsempfehlungen von Covid19

Wir dokumentieren im Folgenden einen Blogbeitrag von Ability Watch vom 30.03.2020, die sich die Handlungsempfehlungen sieben verschiedener Fachgesellschaften zur Behandlung von PatientInnen mit Covid19 angeschaut haben. Sie kritisieren, dass die Aussicht auf Erfolg entlang pauschaler und diskriminierender Kriterien zur Leitlinie von ärztlicher Behandlung und Nicht-Behandlung erhoben werden soll. *** Fachgesellschaften veröffentlichen ethisch und verfassungsrechtlich fragwürdige …

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Crisis, cracks and canteen Marxism

Für eine kommunistische Debatte in der ArbeiterInnenklasse Wir haben einen neuen Text der Angry Workers of the World übersetzt. Darin beschreibt ein Genosse seine Erfahrungen darüber, wie in Zeiten der Krise neue Bewusstseins- und Erfahrungsräume entstehen. Gesellschaftliche Zusammenhänge, die sonst unerkannt bleiben, treten plötzlich offen zu Tage und werden unter Lohnabhängigen besprochen. So eröffnet auch …

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Psychoanalyse des Coronavirus: Was unserer Seele unter einer tödlichen Bedrohung widerfährt

Wir haben den Artikel „Psychoanalyzing the Coronavirus: This Is What Happens to Our Mind Under a Mortal Threat“ der israelischen Psychoanalytikerin Merav Roth übersetzt, den wir hier dokumentieren. Sie beschreibt darin aus kleinianischer Perspektive, zwischen welchen psychischen Positionen sich Menschen grundsätzlich bewegen, welche Reaktionen auf die Pandemie beobachtbar sind oder denkbar wären. Sie sieht in …

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Situation in Geflüchtetenlagern in der Schweiz

Dokumentation über die Schutzmaßnahmen gegen Corona in Geflüchtetenlagern in der Schweiz Mit der Ausbreitung des Corona-Virus sind Geflüchtete, die in Lagern leben müssen, aufgrund der dortigen Wohnverhältnisse einem erhöhten Ansteckungs- und Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Sicherheitsvorkehrungen, wie räumliche Trennungen, können nicht eingehalten werden und der Zugang zu medizinischer Versorgung ist extrem erschwert. Hinzu kommt, dass BewohnerInnen der …

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Leiharbeit im »Corona-Brutkasten«

Während bei verhängter Ausgangssperre in der COVID19-Pandemie das Leben abseits der Arbeit weitestgehend stillsteht, feiert das Kapital weiterhin ungehindert Corona-Parties, denn seine beständige Akkumulation ist in dieser Gesellschaft wichtiger als Menschenleben. Die Lohnabhängigen sollen, wenns ums Buckeln geht, alle Vorsichtsmaßnahmen in den Wind schlagen. Uns erreichten dazu Berichte von unhaltbaren Zuständen in einem Leipziger Callcenter. …

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Die NZZ will wissen: «Wie senkt man die Kosten pro Leben?»

Die Krise trägt bereits den dünnen Firnis der Zivilisation ab. In Schweizer Medien wird diskutiert, wie viel ein Menschenleben kosten darf. Dokumentiert von: https://coronasoli.ch/ Einmal mehr spricht aus Roger Köppel die schneidende Kälte der bürgerlichen Gesellschaft. «Wie viel darf ein Menschenleben kosten?», fragt er von seinem Redaktionsstuhl in die Welt hinaus. «Finstere Fragen» hat er …

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Die, die jetzt noch arbeiten, werden die zukünftigen Kranken sein!

Zur Situation der Reinigungskräfte in Italien: Bericht einer Arbeiterin in Zeiten von Covid-19 Der folgende Text, im Original veröffentlicht am 21.03.2020 von Benedetta La Penna, ist ein Bericht einer Reinigungskraft und Aktivistin aus Mittelitalien. Sie spricht über die prekären Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften, die sich während der Corona-Krise verschärfen und die in der Berichterstattung zu Arbeitskämpfen …

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Plakat: Produktionsstopp – Geteilte Verantwortung – Solidarität

Zur Druckvorlage des Plakats Seit wir vor zwei Wochen als Solidarisch gegen Corona damit begonnen haben, täglich Artikel, Analysen, Übersetzungen, Berichte von Arbeitskämpfen und Interviews zu veröffentlichen, hat sich die gesundheitliche, soziale und ökonomische Krise deutlich verschärft. Mit einem weiteren Plakat rücken wir nun die staatlichen Zwangsmaßnahmen, die Corona-Partys der Unternehmer und die nationalistische Gefahr …

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Ein Bild der Zukunft? – Shutdown und soziale Verwerfungen in Süditalien

Einleitung Am 8. März war ich zusammen mit Tausenden auf der feministischen Demo in Leipzig. Das Wetter und die Stimmung waren hervorragend, alle freuten sich, dass so viele zusammen auf die Straße gekommen waren. Abends erfuhr ich von dem schockierenden Anstieg von Covid19-Infektionen und -Verstorbenen in Norditalien, sowie der Einrichtung einer „roten Zone“ in einigen …

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Sind wir jetzt alle Covid-Kommunisten? Oder: Kritische Anmerkungen zum aufziehenden Covid-Korporatismus.

Im Zuge der Ausbreitung der Corona-Pandemie schwenken die Regierungen der frühindustrialisierten Länder großflächig auf eine staatsinterventionistische Linie um, die einen Bruch mit der marktliberalen Agenda der letzten Jahrzehnte beinhaltet. Im Zuge dessen werden nicht nur riesige Rettungspakete geschnürt, sondern es wird auch die Einführung eines Grundeinkommens in Betracht gezogen und massiv ins Wirtschaftsleben eingegriffen – …

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Seuche, Schulden, Solidarität. Über die Pandemie und die Krise.

Das hoch fragile Gebilde, das die kapitalistische Produktionsweise insbesondere seit ihrem Niedergang der letzten Jahrzehnte ist, zeigt sich in der Corona-Krise nicht nur unfähig, die Pandemie zu meistern. Der Corona-Schock könnte nun auch das Zünglein an der Waage sein, das dieses Kartenhaus zusammenstürzen lässt. Auf die mit einer möglichen, tiefgreifenden Weltwirtschaftskrise einhergehenden Angriffe des Kapitals …

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Die Zunahme männlicher Gewalt in der Quarantäne

Die Perspektive, aufgrund der Ausbreitung von Covid19 zu Hause isoliert zu sein, ist für viele Frauen keine beruhigende Aussicht (Beitrag anhören) Während des Kontaktverbots und in der Quarantäne wird das öffentliche Leben eingeschränkt, das meiste spielt sich zu Hause ab. Die Öffentlichkeit ist der gefährliche Ort der Ansteckung, das Zuhause der Hort der Sicherheit. Diese …

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Das Corona-Regime und der Kampf um Arbeiterkontrolle

Bislang drehen sich die Klassenkonflikte in der Corona-Krise vor allem um Schutzmaßnahmen gegen das Virus am Arbeitsplatz, doch wie die Angry Workers aus London in ihrem neuen Beitrag zeigen, gehen die Kämpfe schon jetzt darüber hinaus, indem sie die Frage aufwerfen, ob man den Laden nicht fürs Erste ganz dichtmachen sollte: Warum in der „Freizeit“ …

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Corona im Krankenhaus. PflegerInnen in Brüssel wehren sich gegen Zumutungen

„La santé en lutte“ ist eine Basisorganisierung von Arbeiter*innen in Brüsseler Krankenhäusern, in der momentan vor allem Krankenpfleger*innen organisiert sind. Seit dem Ausbruch der Corona-Krise gehen sie in regelmäßigen Communiqués auf ihre dringlichsten und akutesten Probleme ein. Die Communiqués behandeln die aktuelle Lage und formulieren konkrete Forderungen, die den bestehenden Notlagen schnell Abhilfe schaffen sollen. …

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„Wir warten nicht auf Erlaubnis um Leben zu retten.“

In Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus sammeln sich ArbeiterInnen weltweit unter den gleichen Parolen. Sie verlangen die Schaffung sicherer und hygienischer Arbeitsplätze und die Einstellung nicht notwendiger Arbeiten, um sich und andere zu schützen. In Brasilien kam es in der letzten Woche in mehreren Städten zu Streiks und Protesten von Call-Center-Beschäftigten. Sie fordern die …

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Klassenstandpunkte zu Covid-19

Die Angry Workers haben ein paar erste Überlegungen zur Corona-Situation aufgeschrieben. Sie legen darin den Finger in die Wunde einer Linken, der die Verbindungen in Nachbarschaft und Betrieb und die Macht fehlt ihre vielerorts vorgebrachten Forderungen durchzusetzen. In dieser Not setzen nicht wenige auf den Staat, dessen Eingriffe in die Wirtschaft als Vorschein einer sozialistischen …

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„Unglücklich das Land, das Heldinnen nötig hat“

Beitrag anhören Im Zuge der COVID-19-Pandemie wird vieles sichtbar, was im kapitalistischen Normallvollzug unter dem Radar öffentlicher Aufmerksamkeit läuft. Durch Schulschließungen und überforderte Krankenhäuser steht die bezahlte Sorgearbeit plötzlich im Rampenlicht. Supermarkt-Kassiererinnen und Pflegekräfte können sich vor offiziellen Huldigungen von Merkel und Co. kaum noch retten. Doch die Verehrung dieser Heldinnen ist doppelbödig, denn die …

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Die Vorbereitung der Ausgangssperre: Vater Staat ermahnt seine Kinder

Nachdem für Bayern bereits eine Ausgangssperre ab Samstag verhängt wurde, werden andere Bundesländer und womöglich auch der Bund bald nachziehen. Abhängig sei das, so verschiedene Verlautbarungen, vom Verhalten der Bürgerinnen und Bürger, die – folgt man der Presseberichterstattung – den Ernst der Lage noch nicht erfasst hätten und weiter ungezügelt „Coronaparties“ feiern würden. Entsprechend bedrohlich …

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Wir sind kein Schlachtvieh!

„Ich bleibe zuhause – ich bin kein Schlachtvieh!“ – Unter dieser Parole protestieren seit einer Woche italienische ArbeiterInnen in Logistik und Industrie. Während viele kleine Unternehmen in Folge der Notlage schließen mussten, hat der Arbeitgeberverband Confindustria die Fortsetzung der Produktion in den großen Unternehmen vorläufig durchgesetzt. In den Warenlagern und Fertigungshallen gibt es jedoch häufig …

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Sitzen wir alle in einem Boot?

Beitrag anhören Man hört jetzt allerorten: Im Angesicht der Naturkatastrophe Corona müssen wir zusammenstehen, jeder muss seinen Teil beitragen, alle müssen Verantwortung für unsere besonders verletzlichen Mitmenschen übernehmen. Das ist edel gedacht, stößt aber schnell an Grenzen. Denn die Interessen von ArbeiterInnen und KapitalistInnen kommen trotz der Bedrohung „von außen“ nicht harmonisch zur Deckung. Die …

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Was wollen wir

Wir sind Menschen, die sich, wie ihr wahrscheinlich auch, Sorgen wegen des Corona-Virus machen. Wir machen uns Sorgen, weil wir andere Menschen vor allem aus den Risikogruppen nicht mit dem Virus anstecken wollen oder selbst zu den Risikogruppen gehören. Wir machen uns Sorgen, weil wir die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und die soziale Isolierung fürchten. …

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