Wir sind kein Schlachtvieh!

„Ich bleibe zuhause – ich bin kein Schlachtvieh!“ – Unter dieser Parole protestieren seit einer Woche italienische ArbeiterInnen in Logistik und Industrie. Während viele kleine Unternehmen in Folge der Notlage schließen mussten, hat der Arbeitgeberverband Confindustria die Fortsetzung der Produktion in den großen Unternehmen vorläufig durchgesetzt. In den Warenlagern und Fertigungshallen gibt es jedoch häufig keine ausreichenden Schutzmaßnahmen. Es fehlt an Handschuhen, Masken, Seife und Desinfektionsmitteln. Um hygienische Standards am Arbeitsplatz durchzusetzen sind viele ArbeiterInnen in den Streik getreten. Andere fordern die Einstellung nicht notwendiger Arbeiten, um die Ausbreitung der Pandemie einzuschränken.
Wir dokumentieren einen Aufruf der Basisgewerkschaft S.I. Cobas:

„In den Warenlagern, in denen wir vertreten sind, bleiben 90 % der Arbeit fern. Sehr viele Arbeiter sind unserer Aufforderung und ihrem Willen gefolgt zu bekräftigen, dass ihre Profite nicht wichtiger sind, als unser Leben. Wir veröffentlichen hier einige Fotos von den tausenden, die angekommen sind. In den Sektoren der Distribution von Arzneimitteln und Lebensmittel haben wir die Weisung gegeben zu arbeiten, unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen. Darunter fallen die Desinfizierung der Gemeinschaftsräume in den Warenlagern und die Reduzierung der Anwesenden durch Rotation und Schichten, so dass es weniger Kontakte gibt.“ (Die italienische Basisgewerkschaft S.I. Cobas)

Ich bleibe zuhause – Ich bin kein Schlachtvieh

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