Zur Überwindung des Kapitalismus

  1. Pandemie, allgemeine Warenproduktion und Kommunismus (Robert Schlosser)
  2. Was heißt hier „Transformation“?! Von Corona in den Kommunismus – Versuchen wir es (Almut)
  3. Transformation oder Revolution? (Solidarisch gegen Corona)

Zur Erläuterung:

Bisher haben wir auf dem Blog vor allem über gegenwärtige Klassenauseinandersetzungen, feministische Kämpfe und solidarische Initiativen berichtet – und wollen das auch weiterhin tun. Zumal wir davon ausgehen, dass die sozialen Verheerungen in den kommenden Monaten noch zunehmen werden. Nicht nur werden die unzähligen Milliarden, mit der sich die Staaten gerade verschulden, um die kapitalistische Ökonomie vor dem Kollaps zu retten, sehr bald zu drastischen sozialen Kürzungen und Sparmaßnahmen führen. Zudem rechnen wir trotz dieser Rettungspakete mit Einbrüchen von Lieferketten, Unternehmenspleiten, Entlassungen etc. Es wird sich zeigen, ob sich in der nächsten Zeit Möglichkeiten auftun, in denen wir uns als Lohnabhängige schlagkräftiger als bisher zusammenschließen und für unsere Interessen kämpfen können.

Auch wenn Staatskritik in Deutschland allgemein gerade nicht hoch im Kurs steht und statt Revolte gegen das Kapital eher die Hoffnung verbreitet ist, dass schon bald alle Räder wieder wie gewohnt weiterlaufen, halten wir es für einen guten Zeitpunkt, eine Debatte über Alternativen zu der kapitalistischen Produktionsweise anzustoßen. Denn die Folgen der Pandemie lassen die Widersprüche der Klassengesellschaft deutlicher hervortreten. Zwar würde auch eine kommunistische Gesellschaft mit den Gefahren einer Pandemie umgehen müssen, allerdings nicht weiter unter dem ökonomischen Zwang, Kapital akkumulieren und Profit abwerfen zu müssen.

Denn schon jetzt treibt Millionen Menschen die Angst um, dass nach der Pandemie das eigene Leben aufgrund von Verarmung, Arbeitslosigkeit und Verschuldung noch beschissener sein wird als zuvor. Auf Effizienz ausgerichtete Gesundheitssysteme sind genauso eine Erscheinung des Irrsinns kapitalistischer Normalität, wie auch die Tatsache, dass nun tagtäglich Millionen verpulvert werden müssen, nur weil Airlines nicht abheben können oder Autos nicht gebaut werden, weil die Bänder stillstehen.

Kurzum: es gibt viele Gründe, warum es gerade jetzt Sinn ergibt, über einen revolutionären Umsturz der kapitalistischen Warenwirtschaft nachzudenken und wie eine kommunistische Gesellschaft und Produktionsweise in ihren Grundzügen aussehen könnte. Zwei Texte, die wir in dieser Debatte für sehr fruchtbar halten, möchten wir an dieser Stelle nochmals empfehlen: zum Einen die Umrisse der Weltcommune von den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft sowie Aufstand und Produktion von den Angry Workers of the World.

Die Debatte hier auf dem Blog beginnt mit einem Text von Robert Schlosser über die Pandemie, kapitalistische Warenproduktion und Kommunismus. Der zweite Text wurde uns von Almut zugesendet. Der dritte Beitrag ist eine Replik von unserer Seite auf den Beitrag von Almut.